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Raumordnung - offener Brief
Raumordnung - Memorandum
Raumordnung - Pressemappe
Raumordnung - Dialogworkshop
ZukunfsRaum Tirol (Amt der Tiroler Landesregierung)
Lebensraum Tirol 4.0 (Lebensraum Tirol 4.0 Gmbh)


Die Raumordnung in Tirol - Ausgangssituation:


Die Raumordnung in Tirol begünstigt kommunalpolitische Schrebergärten und eine sich daraus ergebende verhängnisvolle, das ganze Land zerschleißende Dynamik. Die regionalen Planungsverbände wirken mit den Ansprüchen überfordert und die kommunale Politik erscheint in Geiselhaft individueller Interessen und ökonomischer Lobbyisten. Den Herausforderungen der Komplexität eines anhaltenden Bevölkerungswachstums, vielfältigem - auch sozialem - Bedarf, stetig preistreibender Immobilienspekulationen, traditionell kleiner kommunaler Strukturen, scheint die Politik, deren Planungshorizont eine Legislaturperiode kaum überschreitet, schwer gewachsen zu sein. Das Thema Raumordnung - Raumentwicklung ist ein politisches Anspruchsfeld, das für die Zukunft Tirols und das Gesicht des Landes von schlüsselhafter Bedeutung ist. Mit den Positionen des Innsbrucker Kreis zur Raumordnung ist die Diskussion zu diesem so wichtigen Zukunftsthema Tirols auf breiter Basis unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger eröffnet. Dies möge, so Gott, aber vor allem die Verantwortungsträger es wollen, das gute Gesicht dieses Landes erhalten. Dass wir mit der Raumentwicklung ein topaktuelles Thema schon frühzeitig aufgegriffen haben, beweisen aktuell nicht nur tägliche Medienberichte, sondern auch ein Statement des Landtagspräsidenten a. D., DDr. Herwig van Staa, anlässlich eines gemeinsamen Diskussionsabends. Auf die Frage "Ist ein Ende der Kirchturmpolitik absehbar und machbar?" erhielten wir folgende (inhaltlich gekürzte) Stellungnahme: "Hauptprobleme Tirols sind nicht nur der Transitverkehr oder die Arbeitslosigkeit - ein wesentliches Hauptproblem ist auch die Raumordnung. Es bedarf eines Instrumentes, wo es nicht nur um die Planung geht, sondern um die Vernetzung aller Einflussnahmen, ...!"


Dialogprozess:

Viele Wochen und Monate haben sich viele Menschen (Experten aus mehreren Fachgebieten, Bürgerinnen und Bürger aus Tirol und dem Zentralraum Innsbruck) im Rahmen des Innsbrucker Kreis Gedanken über eine "neue Raumordnung", wohl besser tituliert als "Raumentwicklung", gemacht. Wie soll sich Ihr Lebensraum entwickeln um Ihre Lebensqualität zu sichern? Wie kann Bürgernähe und Bürgerbeteiligung als Teil des Entscheidungsprozesses der Tiroler Raumordnung abgesichert werden? 72 engagierte Bürger und Bürgerinnen, Experten und Expertinnen, Politiker und Politikerinnen diskutierten am 06. Feber 2018 mögliche Verbesserungen für unser Land. In einem "geführten Dialog" wurden verschiedene Aspekte der Raumordnung erörtert. Herausgekommen ist ein Konzept, welches wir in einem breiten Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern, Politikerinnen und Politikern diskutiert und entsprechend angepasst haben. Konkrete Lösungsansätze sind in einem "Memorandum" zusammengefasst.


Ziel:

Projektziel ist eine Gestaltung der örtlichen Raumplanung unter Berücksichtigung aller Daseinsgrundfunktionen (Wohnen, Arbeit - Wirtschaft, Bildung, Soziales, Versorgung - Entsorgung - Energie, Mobilität - Verkehr). Der Mensch steht im Mittelpunkt, die Handlungsfelder der Raumordnung orientieren sich an dessen Grundbedürfnissen. Dies unter dem Aspekt eines Ausgleiches der Interessen innerhalb der Bürgerinnen und Bürger, der Gemeinden, der Regionen und des Landes Tirol.